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Marie Ulfers Schule freut sich über Zertifizierung

Als erste Grundschule am Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer wurde die Marie Ulfers Schule Carolinensiel nun endlich als Biosphärenschule zertifiziert. Die Nationalparkverwaltung „Niedersächsisches Wattenmeer“ hatte das Projekt initiiert und insgesamt fünf Schulen haben an einer einjährigen Pilotphase teilgenommen. Ihr gemeinsames Ziel ist es, dass die Kinder die Besonderheiten der Region, mit ihren wertvollen Lebensräumen auf beiden Seiten des Deiches, kennen und schätzen lernen. Dafür findet häufig praxisnaher Unterricht statt, welcher in Carolinensiel vor allem durch die Kooperation mit den hiesigen Museen verwirklicht wird. Besonders stolz ist man auf die langjährige enge Zusammenarbeit mit dem Nationalpark-Haus Carolinensiel, aus der auch die jährliche Zertifizierung der Viertklässler als Junior-Ranger hervorgeht. Auch an der Carolinensieler Aktionswoche „Plankton statt Plastik“, die auf die Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll aufmerksam macht, beteiligen sich alle Schulklassen. So haben die Grundschüler z.B. im vergangenen Jahr nach eine Projektwoche ihre Ergebnisse abschließend in einer kleinen Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert. Die Marie Ulfers Schule ist die einzige Grundschule, die sich über solch ein Zertifikat freuen kann. Man hofft aber in Zukunft noch weitere Schulen für das Projekt „Biosphärenreservatsschulen“ begeistern zu können.

Seit Beginn der Ganztagsschule (01.08.2015) wird  den Jahrgängen eins bis vier im Zeitraum von 13:30 Uhr bis 14:15 Uhr die Möglichkeit gegeben, ihre Hausaufgaben unter Aufsicht und Betreuung in Ruhe anzufertigen. Immer ist es gegeben, dass entweder eine Lehrkraft oder eine pädagogische Mitarbeiterin den Kindern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Unklarheiten zu den Aufgaben  können gezielt aufgegriffen  und so noch einmal erläutert werden. Die Grundschüler arbeiten ruhig, konzentriert und kontinuierlich, so dass die Arbeiten in der Regel immer in dem Zeitraum, der zur Verfügung steht, geschafft werden.

 

 

 

 

Einzelne plattdeutsche Sequenzen fließen in Form von plattdeutschen Liedern, Gedichten und Geschichten in den allgemeinen Unterricht mit ein. Im Religionsunterricht wird eine Bibel in plattdeutscher Sprache eingesetzt.

Die Teilnahme am plattdeutschen Lesewettbewerb findet alle zwei Jahre statt. Eine intensive Vorbereitung erfolgt durch ehrenamtliche Helfer aus dem Ort, zum Beispiel Eltern und Großeltern der Schüler.

Im Februar findet alljährlich in der Schule der Heimatabend „För Elk un een“ in plattdeutscher Sprache statt. Er beinhaltet Theaterstücke, Sketche, Lieder und Tänze. In diesem Rahmen beteiligt sich die Grundschule jeweils mit einem Beitrag. Dieser wird teilweise unter Mithilfe von außerschulischen, plattdeutschen Partnern vorbereitet. Aufgrund sehr positiver Rückmeldungen von Eltern und hoch motivierten Schülern wird eine weitere Zusammenarbeit angestrebt.

Zweisprachiger Unterricht, der in Zusammenarbeit mit dem RPZ Aurich entstand, wird je nach Möglichkeit im Sport und anderen Bereichen umgesetzt. Die bisherigen Bemühungen wurden im Schuljahr 2010/2011 mit der Auszeichnung „Platt ist cool“ geehrt.

Seit dem Schuljahr 2016/2017 sind auch der Musikunterricht und der Werkunterricht zweisprachig.

Eigentlich arbeiten wir schon lange zusammen – die Grundschule mit dem Kindergarten Klabauter, die sich sogar beide unter einem Dach befinden.

Doch jetzt wurde es Zeit, sich richtig zusammen zu setzen und ein gemeinsames Konzept zu entwickeln, damit der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule für unsere Kinder so gut wie möglich gelingt.

So trafen sich seit dem Schuljahr 2014/2015 Frau Waller (Leiterin des Kindergartens) und Frau Pfahl-Hinrichs (ebenfalls Kindergarten) mit den Grundschullehrerinnen Frau Totzeck und Frau Willms unter der Leitung von Frau Tiemeyer von der Nifbe (Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung) und machten sich auf den Weg, einen Kooperationsvertrag zu entwerfen.

Heraus kam nicht nur ein Vertrag, dem die gesamten Kollegien von Kindergarten und Grundschule zustimmen konnten, sondern vor allem eine neue Form der Kooperation, die die gegenseitige Wertschätzung in den Vordergrund hob und das Wissen, dass einige gemeinsame Fortbildungen und gemeinsame kollegiale Veranstaltungen in unsere festen Kalender gehören, um diese Kooperation weiter voran zu bringen.

Darauf freuen wir uns!

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